Saṃyutta Nikaya 56

Wahrheit

21. Wissen I

Das hab ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei den Vajjinern beim Dorfe Koti. Dort nun wandte sich der Erhabene an die Mönche:

„Weil da, ihr Mönche, die vier edlen Wahrheiten nicht verstanden, nicht durchdrungen waren, ist eben diese lange Laufbahn umwandelt worden, umkreist worden, von mir sowie von euch. Welche vier?

Weil das Leiden, ihr Mönche, als edle Wahrheit nicht verstanden, nicht durchdrungen war, ist eben diese lange Laufbahn umwandelt worden, umkreist worden, von mir sowie von euch.

Weil die Leidensentwicklung, ihr Mönche, als edle Wahrheit nicht verstanden, nicht durchdrungen war, ist eben diese lange Laufbahn umwandelt worden, umkreist worden, von mir sowie von euch.

Weil die Leidensauflösung, ihr Mönche, als edle Wahrheit nicht verstanden, nicht durchdrungen war, ist eben diese lange Laufbahn umwandelt worden, umkreist worden, von mir sowie von euch.

Weil das zur Leidensauflösung führende Vorgehen, ihr Mönche, nicht verstanden, nicht durchdrungen war, ist eben diese lange Laufbahn umwandelt worden, umkreist worden, von mir sowie von euch.

Da ist jetzt, ihr Mönche, das Leiden als edle Wahrheit verstanden, durchdrungen, die Leidensentwicklung als edle Wahrheit verstanden, durchdrungen, die Leidensauflösung als edle Wahrheit verstanden, durchdrungen, das zur Leidensauflösung führende Vorgehen als edle Wahrheit verstanden, durchdrungen, abgeschnitten der Daseinsdurst, versiegt die Daseinsader, und nicht mehr gibt es Wiedersein.

Also sprach der Erhabene. Als der Willkommene das gesagt hatte, sprach fernerhin also der Meister:

„Vier Dinge sind es, edel, wahr:
und sieht man die nicht wirklich ein,
die lange Laufbahn kreist man um,
Geburten um Geburten hin.

Jetzt also sind sie recht erkannt:
die Daseinsader ist versiegt,
des Leidens Wurzel abgesägt,
und nicht mehr gibt es Wiedersein.“