Theragāthā
Die Lieder der Mönche
Zehner-Bruchstück
10.5. Kappo (der Geeignete)
Mit aller ArtenHausschmutz voll,
ein einzig großes Kot-Entstehen,
gleichwie ein Teich, der ganz verrottet,
wie große Beule, großer Dschungel.Von Eiter und von Blut ganz voll,
in eine Dunggrube gesunken,
von Wasser triefend ist der Körper,
strömt immer Fauliges nur aus.Ein Sechzig-Sehnen-Angebinde,
mit Fleisch als Schmiere zugeschmiert,
ins Futteral der Haut gebunden,
ein Körper faulig, ohne Nutzen.Die Knochen zum Verbund gebunden,
mit Sehnenschnüren festgezurrt,
durch vielerlei Zusammenspiel
entsteht dann die Bewegungsart.Nur immer ausgesetzt dem Tod,
dem Todeskönig immer nah:
wenn er dies ausgespieen hat,
geht er, wohin er will, der Mann.Gehemmt durch Unwissen der Körper,
mit Viererfesselganz gefesselt,
in eine Woge sinkt der Körper,
ein Neigungsnetz weit ausgebreitet.Fünffache Hemmung hält ihn fest,
ganz mit Gedankenausgefüllt,
der Durst durchzieht ihn wurzelgleich,
Verblendungsdach hält ihn bedeckt.So dieser Körper sich bewegt,
von Tun und Handeln angetrieben,—
Glück baut sich auf- und bricht entzwei,
nur Vielfaltwerden stets erscheint.Die sich den Leib zueigen machen,
die blinden Toren, Massenmenschen,
vermehren nur den Friedhof schrecklich,
ergreifen immer Wiederwerden.Doch die den Leib zulassen wissen,
wie eine kotbeschmierte Schlange,
die Werdenswurzel ausgespien:
die löschen aus, von Einfluß frei.