Theragāthā

Die Lieder der Mönche

Sechser-Bruchstück

6.14. Sabbakamo (Allwunsch)

Er ist zweifüßig, ist nicht rein,
schlecht riechend läuft er stets herum,
von Vielem ist sein Körper voll,
es sickert da und dort heraus.

Das wilde Tier sitzt in der Falle,
am Angelhaken hängt der Fisch,—
den Affen wie mit Klebemasse,
so hindern sie den Massenmenschen.

Die Formen, Tön’, Geschmäck’, Gerüche,
Berührungen, den Geist erfreuend:
dies sind der Sinnenstränge fünf,
zu sehn in der Gestalt der Frau.

Sie alle, die verfolgen sie
erregten Herzens, Massenmenschen:
vermehren nur das Leichenfeld
und häufen Weiterwerden auf.

Doch wer sich fern von ihnen hält,
wie einen Schlangenkopf vom Fuß,
der dieses Haften in der Welt
kann achtsam überkommen dann.

Da ich die Sinnen-Not gesehn,
gesehn das Lassen als den Frieden:
bin ich befreit von allen Lüsten,
erlangt hab ich das Einfluß-Ende