Theragāthā
Die Lieder der Mönche
Siebener-Bruchstück
7.1. Sundarasamuddo (Schön-Ozean)
In reichem Schmuck, gekleidet schön,
Girlanden tragend, reich geziert,
und rot gefärbt die beiden Füße,
in feinen Schühchen steckt die Dirne.Da legte sie die Schühchen ab,
nachdem den Handgruß sie getan,—
und schmeichelndweich und zart zu mir
mit einem Lächeln leis sie sprach:„So jung bist du hinausgezogen.
Bleib stehen hierauf meinem Platz!
Genieß der Menschen Sinnenfreuden!
Ich gebe Reichtum dir, Besitz!
Die Wahrheit kann ich dir versprechen!
Das Feuer in dir trag ich weg!Und wenn wir beide alt geworden,
uns auf den Stock nur stützen noch,
dann ziehen beide wir hinaus,—
das wär ein Glückswurf, zweifach gut!“Als ich die Bittende so sah,
die Dirne, die den Handgruß gab,
in reichem Schmuck, gekleidet schön,
die Todesschlinge ausgelegt:Da mir die klare Geistausrichtung
zum Ursprung hin ging in mir auf:
Gefahr mir wurde offenbar,
und Überdruß stellte sich ein.Da löste sich das Herz mir ab.
Ach, sieh der Lehre Kerngesetz!
Drei Wissen sind nun voll erlangt,
getan des Buddho Weisung ist.