Theragāthā

Die Lieder der Mönche

Achter-Bruchstück

8.3. Mahāpanthako (der große Wegler)

Als ich das erste Mal ihn sah,
den Lehrer, der ganz ohne Furcht,
da fühlte ich mich tief ergriffen:
hatt’ angeschaut der Menschen Besten (Höchsten).

Mit Glanz an Händen und an Füßen,
wer will verweisenden, der kam,—
wer will, der einen solchen Lehrer
erlangt hat, ihn noch ferner missen?

Darum mein Kind und meine Frau,
den Reichtum-Wohlstandwarf ich weg,—
schnitt ab die Haare und den Bart
und zog in die Hauslosigkeit.

Das Übungsleben füllt’ ich aus,
war bei den Sinnengut gezügelt,—
verehrend tief den ganz Erwachten,
ich lebte völlig unbesiegt.

Mein Trachten war von da an nur
fest im Gemüt verankert mir:
mag keinen Augenblick mich setzen
zum Durstpfeil, der herausgezogen.

Auf diese Weise lebte ich.
Sieh nur, was Tatkraft-Streben kann:
drei Wissen sind von mir erlangt,
getan des Buddho Weisung ist.

Ich weiß nun, wo ich früher war,
das Himmelsauge ist geklärt,—
bin Arahat, der Gabenwürdig,
bin abgelöst, von Wünschen frei.

Ins Dämmerlicht der dunklen Nacht
brach hell der Sonnenaufgang ein,—
mein ganzer Durst war ausgedörrt,
ich nahm den stillen Kreuzsitz ein.