Vimānavatthu

Wege zum Himmel

31. (III, 3): Das Ruhebett

Moggallāna:
Auf bestem Ruhebette, mit Juwelen,
auf güldnem prächt’gem Sitz, bedeckt mit Blumen,
da sitzest du, o Göttin, die du mächtig,
gar vielfach magisch Macht entfaltend also.

Und diese deine Nymphen ringsherum,
sie tanzen, singen und erfreuen sich.
Der Götter große magisch Macht besitzest du.
Als Mensch du warst, was wirktest an Verdienst du,
dass nun du also prächtig leuchtest,
dass deine Schönheit jede Richtung überstrahlt?

Göttin:
Als unter Menschen einst ich Mensch gewesen,
in reichem Hause war ich Schwiegertochter.
War ohne Zorn, gehorsam meinem Gatten,
den Feiertag hielt ernsten Sinnes ich.

Als Mensch ich war, jung und ganz ohne Böses,
gar heitren Herzens meinen Mann erfreute ich,
bei Tag und Nacht war lieb ich und genehm ihm,
so hab ich also tugendhaft gelebet einst.

Das Töten lag mir fern, war auch nicht diebisch,
den Brahmawandel führt ich reinen Körpers,
trank keinen Rauschtrank und sprach keine Lüge,
die Übungsschritte so erfüllt ich völlig.

Beim Vollmond bei Neumond auch
bei jedem Halbmondsfeiertag
und auch beim außerordentlichen,
im Geiste war ich heiter da,
ihm achtfach folgend lehrgemäß,
dem Feiertag, im Geiste jubelnd.

Solch achtfach edlem Wandel folgte ich,
der heilsam einzig ist und Wohl aufzieht.
Dem Gatten war ich lieb und auch gehorsam,
als Jüng’rin des Willkommnen lebte ich.

So heilsam lebte in der Welt ich,
ich wirkte Werke, die da Gutes bringen.
Nachdem den Leib ich abgelegt, im Jenseits,
auf gute Fährte kam, zu Göttermacht, ich.

Ein Schloss ist mein Vimāna, geisterfreuend,
von Nymphenscharen bin ich rings bedient,
selbstleuchtend Götterscharen mich erfreuen,
ein langes Leben im Vimāna steht bevor.