Vimānavatthu

Wege zum Himmel

35. (III, 7): Sesavatī

Vaṅgīsa:
Kristallbedeckt und silber-gold-vernetzt,
mit vielerlei verziert, schön anzuschaun,
als Götterburg mit Bogengängen ausgestattet,
mit Gold bestreut, so glänzt dein Vimāna.

So wie die Sonne scheint im Herbst im Luftraum,
das Dunkel rings verscheucht mit tausend Strahlen
in gleicher Weise funkelt dein Vimāna
in Himmelshöhen wie ein Sonnenuntergang.

Die Augen blendet es wie ein Gewitterblitz,
in Himmelsraum gestellt ist’s geisterfreuend,
wo Geige, Trommel, Zimbel, Gong ertönen,
wie Indra’s Götterburg, so ist es wahrlich.

Mit Lotosrosen, blau, weiß, rot und gelblich,
auch mit Jasmin, Bandhukas, Anojakas,
Sālbäume blühend wie Asokablüten,
und allem da entströmt ein vielfach feiner Duft.

Salalas, Brotfruchtbäume und Bhujakas,
und Orchideen blühend da von Palmen hängen,
so wie ein Edelstein erstrahlt, o Ruhmesreiche,
ein Lotosteich entzückend ist entstanden dir.

Und was für Blumen immer auch im Wasser blühen,
und was an Bäumen es an Land mag geben,
sei’s menschlich, außermenschlich, göttlich,
an deiner Wohnstatt alles dieses wächst.

Von welcher Zügelung, welch Zähmung ist’s die Reife,
durch welches Wirken hier entstand dir diese Frucht,
dass du erlangt hast dies Vimāna also,
du mit den dicken Lidern, sag es Wort für Wort.

Göttin:
Wie mir entstanden dies Vimāna sein mag?
Mit Reihern, Pfauen, Wachtelscharen,
mit himmlisch Taucherenten und mit Königsschwänen,
von Vogelrufen da durchtönt, von Enten, Kuckucks,

mit vielen blühend Bäumen aller Arten,
Trompetenblumen, Rosenapfel und Asokas,
wie mir entstanden dies Vimāna sein mag,
will ich, o Herr, dir zeigen, hör es.

Im Osten, im berühmten Magadha,
da liegt, o Herr, Dorf Nālaka,
da war die Schwiegertochter ich,
Sesavatī ward ich genannt.

Der da des Sinnes und der Lehre heilsam kundig,
den Großen, der von Göttern, Menschen ist verehrt,
den Upatissa, der erloschen, unermesslich:
erfreut im Herzen hab mit Blumen ich bestreut.

Nachdem verehrt ich den, der ging zum Höchsten,
den großen Seher, der den letzten Körper trug,
verließ den Menschenleib ich, den gehäuften,
gegangen zu den Dreißig, weil’ ich nun.