Vimānavatthu

Wege zum Himmel

5. Der Ilph

Dein Elefant, so groß wie ein Berg,
verzieret mit verschiednem Schmuck,
gefällig, stetig und geschwind
geht sanft er durch den Raum dahin.

Als Lotus, lotusäugig er,
wie roter, blauer Lotus ist,
die Glieder lotusübersät
von goldenen Girlanden sind.

Auf lotusüberdecktem Weg, –
geschmückt mit Blüten überall,
der fest, entzückend, ohn’ Beschwer –
geht er gemessnen Schritts dahin.

Wenn er so schreitet vorwärts hin,
erklingen süße Glöckchen schön,
gleichwie Musik im Fünferspiel
ertönt ihr lieblich-feiner Klang.

Auf diesem Ilph da sitzest du
in reinem Kleide, schön geschmückt,
und überstrahlst in Schönheit hier
die Menge deiner Nymphenschar.

Ist dies die Frucht des Gebens nun?
Ist es von Tugenden die Frucht?
Ist es vom Handgruß dir erwirkt?
So frag ich, sage es mir an!

Sprecher:
Die Gottheit war da hochbeglückt,
als Moggallāna sie befragt.
Nachdem die Frage er gestellt,
sagt sie, wovon dies war die Frucht.

Göttin:
Mit innerm Gute wohlbegabt,
ein Schauender, der Schauung froh –
ihn sehend, gab ich ihm den Sitz,
der blütenreich, mit Stoff verziert.

Halb aufgebrochne Lotusse
und Blütenstängel abgepflückt,
die streute ich mit eig’ner Hand
gar heiter über seinen Sitz.

Und dieses ist mir davon Frucht,
von dem, was heilsam Wirken war:
von Göttern werde ich verehrt,
werd hochgehalten, hochgeschätzt.

Wer recht erlösten Wesen hier,
die da beruhigt sind und keusch,
gar heiter eine Sitzbank schenkt,
der erntet Wonne, wie jetzt ich.

Darum, wer sucht sein eigen Heil,
wer große Früchte sich erhofft,
der gebe denen einen Sitz,
die hier ihr letztes Leben führ’n.