Saṃyutta Nikaya 12

Von den Ursachen

48. Der Lokāyatika

Ort der Begebenheit: Sāvatthī.

Und es begab sich ein Brahmane, ein Sophist, dorthin, wo der Erhabene sich befand. Nachdem er sich dorthin begeben, begrüßte er sich mit dem Erhabenen, und nachdem er mit ihm die (üblichen) Begrüßungen und Höflichkeiten ausgetauscht, setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach dann der Brahmane, der Sophist, zum Erhabenen also:

„Steht es wohl so, Herr Gotama, daß alles ist?“—„Behauptet man,alles ist.‘ so ist das, o Brahmane, die erste Sophistik.“

„Steht es aber so, Herr Gotama, daß alles nicht ist?“—„Behauptet man,alles ist nicht.‘ so ist das, o Brahmane, die zweite Sophistik.“

„Steht es wohl so, Herr Gotama, daß alles Einheit ist ?“—„Behauptet man,alles ist Einheit.‘ so ist das, o Brahmane, die dritte Sophistik.

„Steht es aber so, Herr Gotama, daß alles Vielheit ist?“—„Behauptet man,alles ist Vielheit.‘ so ist das, o Brahmane, die vierte Sophistik. Diese beiden Enden vermeidend, o Brahmane, verkündet in der Mitte der Tathāgata die wahre Lehre:

Aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die Gestaltungen usw. usw. (= 46) ... Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu stande.“

Auf dieseWorte hin sprach der Brahmane, der Sophist, zu dem Erhabenen also: „Wundervoll, Herr Gotama! Wundervoll, Herr Gotama! usw. usw. (= 46) ... Als Laienanhänger soll mich der Herr Gotama annehmen, der von heute an auf Lebenszeit zu ihm seine Zuflucht genommen hat.“