Saṃyutta Nikaya 41
Hausvater Citto
5. Kāmabhū II
Zu einer Zeit weilte der Ehrwürdige Kāmabhū in Macchikāsanda im Mangohain. Da nun begab sich Citto, der Hausvater, dorthin, wo der Ehrwürdige Kāmabhū weilte, wechselte höflichen Gruß und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun der Ehrwürdige Kāmabhū zu Citto, dem Hausvater:
„Also ist gesagt worden, Hausvater:
‚So wie ein Wagen fehlerlos
mit weißem Dach einachsig rollt,
naht da ein Ungezwung‘ner, seht,
ein Stromabschneider, bindungsfrei‘.
Wie ist nun, Hausvater, der Sinn dieser kurz gefaßten Worte ausführlich zu verstehen?“ „Wurde dies, o Herr, vom Erhabenen gesagt?“
„Gewiß, Hausvater.“
„Dann, o Herr, warte einen Augenblick, damit ich den Sinn betrachten kann.“
Nachdem nun Citto, der Hausvater, einen Augenblick geschwiegen hatte, sprach er zum Ehrwürdigen Kāmabhū:
„Fehlerlos, o Herr, ist eine Bezeichnung für die Tugend.
Weißes Dach, o Herr, ist eine Bezeichnung für die Erlösung.
Einachsig, o Herr, ist eine Bezeichnung für die Achtsamkeit.
Er rollt, o Herr, ist eine Bezeichnung für Kommen und Gehen.
Wagen, o Herr, ist eine Bezeichnung für den Körper, aus den vier Hauptstoffen gebildet, von Vater und Mutter gezeugt, durch Reis und Grütze entwickelt, dem Vergehen, dem Untergang, der Aufreibung, Auflösung, der Zerstörung verfallen.
Reiz, o Herr, ist ein Zwang, Abwehr ist ein Zwang, Verblendung ist ein Zwang. Diese hat der triebversiegte Mönch überwunden, an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, ausgerodet, auf daß sie künftig nicht mehr sich entwickeln könne. Darum nennt man den triebversiegten Mönch ungezwungen.
Der sich naht, o Herr, ist eine Bezeichnung für den Helligen.
Strom, o Herr, ist eine Bezeichnung für den Durst. Diesen hat der triebversiegte Mönch überwunden, an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstumpf gleichgemacht, ausgerodet, auf daß er künftig nicht mehr sich entwickeln kann. Darum heißt es, daß der triebversiegte Mönch den Strom abgeschnitten hat.
Reiz, o Herr, ist eine Bindung, Abwehr ist eine Bindung, Verblendung ist eine Bindung. Diese hat der triebversiegte Mönch überwunden, an der Wurzel abgeschnitten, einem Palmstrumpf gleichgemacht, ausgerodet, auf daß sie künftig nicht mehr sich entwickeln können Darum heißt es, daß der triebversiegte Mönch bindungsfrei ist.
Darum, o Herr, ist vom Erhabenen dieses gesagt worden:
‚So wie ein Wagen fehlerlos
mit weißem Dach einachsig rollt,
naht da ein Ungezwung‘ner, seht,
ein Stromabschneider, bindungsfrei‘.
So möchte, o Herr, der Sinn dieser kurz gefaßten Worte des Erhabenen ausführlich zu verstehen sein.“
„Getroffen hast du es, Hausvater, gut getroffen hast du es, Hausvater, daß du mit dem Auge der Weisheit mit der tiefen Lehre des Erwachten konform gehst.“