Theragāthā

Die Lieder der Mönche

Siebener-Bruchstück

7.4. Sopāko

Sah im Terrassenschatten ihn,
den Höchsten, gehen auf und ab,—
da ging ich langsam zu ihm hin,
begrüßte ihn, den höchsten Menschen.

„Deckt meine Schulter erst die Robe,
und falt’ ich unter ihr die Hände,
werd’ ich dem Fehlerlosen folgen,
dem Höchsten aller Lebewesen.“

Da Fragen stellte er an mich,
der Fragenkenner, Wissende,—
und furchtlos ganz und ohne Angst
erklärte sie dem Meister ich.

Und über dieser Fragen Antwort
erfreut war der Tathāgato,—
sah hin auf seine Bhikkhu-Schar,
sprach dieses Sinnwort vor sich hin:

„Wie gut für Magadhā, Angāna,
wo dieser alles leicht genießt:
die Robe und den Bettelgang,
den Unterhalt und Lager-Sitz,
das Aufstehn und den rechten Gang,—
wie gut für sie“—so sagte er.

„Sopāka, heute bist zu mir,
zu sehen mich, herangekommen—
grad dieser Schritt, Sopāka, eben
soll dir die Ordensweihe sein.“

War sieben Jahr nach der Geburt,
als ich die Ordensweihe nahm,—
trag ab nun meinen letzten Leib.
Ach, dieses Dhamma-Kerngesetz!