Therīgāthā
Die Lieder der Nonnen
Siebener-Bruchstück
7.1. UTTARĀ (die Höhere)
„Die Keule haben sie ergriffen
und mahlen dann das Korn, die Männer,
ernähren Frauen und die Kinder,
zu Reichtum finden so die Männer.Strebt eifrig nach der Buddhaweisung,
was da getan, bereut man nicht,—
habt rasch die Füße ihr gewaschen,
zur einen Seite setzt euch hin!Habt ihr das Herz bereit gemacht,
einspitzig, gut in sich gesammelt,
betrachtet nur noch die Sankhāras
als anders und nicht mehr als SELBST!“Als ihre Rede ich gehört,
der Patācārā gute Weisung,
und mir die Füße dann gewaschen,
trat ich an eine Seite hin.Und in der Nacht zur ersten Wache
der Vorgeburt gedachte ich,
und in der Nacht zur Mittelwache
das Himmelsauge klärte sich.Und in der Nacht zur letzten Wache
die Dunkelmasse ich durchstieß:
„Drei Wissen habe ich erkannt,
getan ist deine Weisung nun.Wie Sakko seinen dreißig Göttern
—im Kampfe niemals je besiegt—
werd’ ich ein Vorbild immer bleiben,
dreiwissend bin ich, einflußfrei.“